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Karriere im Banking: Warum Netzwerke entscheidend sind

25. März 2026

Lesezeit: 5 Min

Nikolas Weg ins Banking begann mit einer einfachen Entscheidung nach dem Abitur – und entwickelte sich zu einer Karriere mit mehr als zwei Jahrzehnten Erfahrung in der Branche. Heute ist sie Head of Credit Risk Management WB bei der ING. Im Gespräch erzählt sie, warum Netzwerke im Banking eine entscheidende Rolle spielen, welche Herausforderungen sie auf ihrem Weg erlebt hat und warum es wichtig ist, Chancen aktiv zu ergreifen. 

Wie bist Du ins Banking gekommen – und wie zur ING? 

Nach dem Abitur wollte ich zunächst nicht studieren. Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, welche Bereiche mich interessieren könnten und etwas gesucht, das auch einen internationalen Bezug hat. 

Damals hatte ich zwei Optionen im Blick: Hotelmanagement oder Banking. Letztlich habe ich mich für eine Bankausbildung entschieden und fünf Bewerbungen verschickt – und unter den drei positiven Rückmeldungen war die Commerzbank. So bin ich zur Commerzbank gekommen, habe dort meine Ausbildung gemacht und später berufsbegleitend studiert. Insgesamt war ich dort etwa zehn Jahre, danach weitere zehn Jahre bei der Royal Bank of Scotland (heute NatWest). 

Zur ING bin ich über einen ehemaligen Kollegen gekommen. Er war bereits anderthalb Jahre im Corporate Lending Team und hat mir erzählt, wie spannend die Arbeit dort ist. Das hat mich neugierig gemacht. 

Was war eine der größten Herausforderungen auf Deinem Karriereweg? 

Eine große Herausforderung für mich war der Moment, als ich Mutter wurde. Vorher war mein Job sehr intensiv, ich habe häufig mit hoher Geschwindigkeit gearbeitet und war stark eingebunden. Plötzlich hatte ich ein kleines Kind und mein Alltag sah komplett anders aus. 

Als ich wieder angefangen habe zu arbeiten, war es eine große Herausforderung, den eigenen Anspruch an den Job mit dem Wunsch zu verbinden, auch für die Familie da zu sein. Es hat eine Weile gedauert, bis ich für mich ein Modell gefunden habe, das funktioniert. 

Hast Du in Deiner Karriere erlebt, dass Du als Frau anders wahrgenommen wurdest? 

In den Bereichen, in denen ich gearbeitet habe – zum Beispiel in der Akquisitionsfinanzierung – waren lange Zeit sehr wenige Frauen tätig. Ich erinnere mich an viele Meetings, die mit den Worten begonnen haben: „Frau Kopp, meine Herren.“ 

Außerdem spüre ich als Frau manchmal, dass ich bei informellen Netzwerken weniger selbstverständlich eingebunden bin – zum Beispiel bei Gesprächen nach der Arbeit oder beim Austausch über Themen, die eher in männlich geprägten Gruppen stattfinden. Gerade deshalb ist es wichtig, sich aktiv ein persönliches Netzwerk aufzubauen. 

Hattest Du Vorbilder auf Deinem Karriereweg? 

Nicht im klassischen Sinne. Als ich angefangen habe zu arbeiten, gab es in vielen Führungspositionen vor allem Männer. Ich habe mir eher angeschaut, welche Führungskräfte mich besonders beeindruckt haben und welche Eigenschaften ich daran schätze. Daraus habe ich meinen eigenen Stil entwickelt. 

Würdest Du rückblickend etwas anders machen? 

Ein Aspekt, den ich heute deutlich stärker in den Blick nehmen würde, ist die aktive Karriereplanung. Früher habe ich viele Dinge eher intuitiv gemacht. Gerade deshalb empfehle ich heute, gemeinsam mit der Führungskraft einen klaren Entwicklungsplan zu erstellen und regelmäßig darüber zu sprechen, welche nächsten Schritte sinnvoll sein könnten. Wenn man einen klareren Plan hat und gezielt Kontakte aufbaut, kann das sehr hilfreich sein. 

Welche Tipps würdest Du Menschen geben, die eine Karriere im Banking anstreben? 

Wenn ich eines gelernt habe ist es, in einem sich ständig und dynamisch verändernden Umfeld die Chancen zu erkennen und auf meine eigenen Stärken zu vertrauen, statt sich durch Veränderung demotivieren zu lassen.

Und ich habe es schon mehrfach erwähnt, aber gerade weil es so wichtig ist: Netzwerken, netzwerken, netzwerken – sowohl intern als auch extern. Mit der Zeit habe ich mir angewöhnt, mit neuen Kontakten einfach einen Kaffee trinken zu gehen. Aus solchen Gesprächen sind später tatsächlich neue berufliche Möglichkeiten entstanden. Und zuletzt: Mutig sein. Wenn sich Chancen ergeben, lohnt es sich, sie zu ergreifen.

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