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Wholesale Banking

Das europäische Verkehrssystem verbindet Menschen, Güter und Märkte auf dem gesamten Kontinent. Mit steigender Nachfrage über die letzten Jahre ist allerdings auch der CO2-Fußabdruck des Sektors immer größer geworden. Heute ist der Verkehrssektor für bis zu einem Viertel von Europas Treibhausgasemissionen verantwortlich.[1]

Von allen Verkehrsträgern – sei es im Personen- oder Güterverkehr – gehört die Bahn zu den kohlenstoffärmsten. Und während man bei Lkw und Bussen nicht zuerst an Null-Emissionen denkt, hat die Elektrifizierung ihr Profil verändert, und neue Verteilungsnetze erfordern eine zuverlässige Lieferung auf der letzten Meile. Allen Marktteilnehmern ist klar, dass der Landverkehr eine Schlüsselrolle bei der Dekarbonisierung des europäischen Verkehrssektors spielen muss.

Nachhaltiges Wachstum für den Schienenverkehr

Der europäische Schienengüterverkehr profitiert von einem langfristigen Wachstumstrend. Die Schließung der Grenzen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und die anschließende Unterbrechung der Lieferkette hatten nur einen vorübergehenden Effekt auf den Markt. In den letzten 20 Jahren haben die negativen Wachstumsraten nie länger als 2 Jahre angehalten. SCI Verkehr erwartet für den Schienengüterverkehr ein CAGR von 1,23% von 2022 bis 2027 und rund 21,56% bis 2030 in Kontinentaleuropa.

Im Personenverkehr hat die Pandemie nicht nur bei den Fahrgastzahlen, sondern auch bei den veränderten Reisegewohnheiten deutliche Spuren hinterlassen. Insgesamt erreicht das Fahrgastaufkommen im Schienenverkehrssegment erst jetzt wieder das Vor-Corona-Niveau, während es in vielen anderen Segmenten des öffentlichen Verkehrs noch immer hinterherhinkt. Nichtsdestotrotz erweist sich das Segment als widerstandsfähig, und seine Bedeutung für die Gesellschaft insgesamt wurde von den Regierungen auch während der Pandemie hervorgehoben. Laut SCI wird der Schienenpersonenverkehr auf dem Kontinent bis 2030 mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 3,9 % wachsen. 

Eine der wichtigsten Faktoren für diese insgesamt positiven Aussichten für den Sektor ist die Dekarbonisierung des europäischen Verkehrssektors. In den letzten Jahren haben sich die politischen Maßnahmen, der Wunsch von Privatpersonen, ihren CO2-Fußabdruck zu verringern, und die Anstrengungen von Unternehmen, ihre Lieferketten zu dekarbonisieren, stark verstärkt. Die EU hat sich in ihrem Green Deal vorgenommen, die verkehrsbedingten CO2-Emissionen bis 2050 um insgesamt 90 % zu senken.  Im Juli 2023 hat die Europäische Kommission dieses Ziel weiter verschärft: Bis 2030 soll der Hochgeschwindigkeitsverkehr auf der Schiene verdoppelt und der Schienengüterverkehr um 50 % gesteigert werden.  Marktliberalisierung und Digitalisierung sorgen zudem für mehr Wettbewerb und Effizienzsteigerung. Der private Fahrgast profitiert von neuen Anbietern auf Hochgeschwindigkeitsstrecken oder Nachtzügen in Ländern wie Österreich, Belgien, Frankreich, Deutschland oder Spanien. Dies erweitert das Angebot und kann eine attraktive Alternative zum Fliegen darstellen. Im Schienengüterverkehr wird das intermodale Segment als starker Treiber für langfristiges Wachstum angesehen.      

Banken und Industrie gemeinsam für mehr Nachhaltigkeit

Der starke langfristige Wachstumstrend, die Widerstandsfähigkeit der Geschäftsmodelle, die öffentliche Unterstützung und das Nachhaltigkeitsprofil haben Banken und institutionelle Anleger mit langfristiger Perspektive dazu veranlasst, dem Markt Kapital zur Verfügung zu stellen. In Zeiten immer knapper werdender öffentlicher Haushalte wird die Rolle des privaten Kapitals zur Unterstützung des Umstiegs auf eine umweltfreundlichere Verkehrsart immer wichtiger.    

Die ING unterstützt bereits seit vielen Jahren den Verkehrssektor in Europa, den USA und Australien mit passgenauen Finanzierungslösungen. Dabei zählen sowohl bekannte staatliche Konzerne wie die Deutsche Bahn, die ÖBB oder NS zu den Kunden als auch viele private Unternehmen wie beispielsweise das italienische Hochgeschwindigkeitsbahnunternehmen Italo, OEMs oder Leasingunternehmen für Schienenfahrzeuge.

Die ING unterstützt auch aktiv den Dialog über strukturelle Lösungen auf mittlere und langfristige Sicht, beispielsweise in einer Initiative der „Association of European Rail Rolling Stock Lessors“. Diese Initiative hat einen Bericht darüber veröffentlicht, wie der Bahnsektor noch schneller von fossilen Antriebstechnologien auf nachhaltige Alternativen umsteigen kann. Bei diesem Übergang zu einem nachhaltigeren Verkehrssektor wird die ING ihren Kunden auch weiterhin als verlässlicher Finanzierungspartner mit fundierter Marktexpertise und als führendes Unternehmen bei der Bereitstellung grüner Finanzierungslösungen zur Seite stehen.  

 

Die Gesellschaft ist auf dem Weg zu einer CO2-neutralen Wirtschaft. Das gilt auch für unsere Kund*innen und für die ING.Wir finanzieren jede Menge nachhaltiger Aktivitäten aber die nicht nachhaltigen überwiegen noch. Unseren Fortschritt sehen Sie auf ing.de/klima.

 

 

[1] Höchste Zeit für eine Umstellung im Verkehrssektor — Europäische Umweltagentur (europa.eu)