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Wholesale Banking

Heutige Berufseinsteiger*innen haben die Qual der Wahl. Ihnen steht eine fast unüberschaubare Anzahl möglicher Berufe in vielen spannenden Branchen zur Verfügung. Um die richtige Entscheidung zu treffen, hilft ein klarer Kompass, was man eigentlich im Leben und im Beruf erreichen will. Von allein passiert nichts – aber wer weiß, was sie oder er will und die zahlreichen Möglichkeiten nutzt, der oder dem winkt eine spannende Karriere.

Diese Erfahrung hat der 35-jährige Fabian von der ING Deutschland gemacht. Sein Beispiel zeigt: Berufsanfänger*innen müssen keine Angst haben, sich mit der Wahl eines Arbeitgebers gleich für ihr ganzes Berufsleben und auf die immer gleiche Berufstätigkeit festzulegen.

 

Du hast ja eine ziemlich steile Karriere hingelegt. Vor gerade mal 15 Jahren hast Du mit Deinem Studium begonnen, und jetzt bist Du Director Corporate Sector Lending im Unternehmenskunden­geschäft der ING. Wie hat das alles angefangen? War es immer schon Dein Traum, in einer Bank zu arbeiten?

Nein, zumindest als kleines Kind habe ich davon geträumt, Lehrer zu werden. Aber wie das meistens so ist mit den Berufswünschen der Kindheit: Irgendwann war das dann doch nicht mehr so spannend für mich, und ich wollte in Richtung Industrie gehen, aber noch ohne konkrete Vorstellung. Letztlich habe ich dann 2006 in Würzburg ein Studium mit den Schwerpunkten Rechnungswesen, Controlling und Financial Services begonnen. Ich wollte immer was lernen, und deswegen habe ich in jedem Semester als Werkstudent gearbeitet. Bei Bosch und der deutschen Börse konnte ich zwei sechsmonatige Praktika absolvieren. Ich habe also in meinem Studium nicht nur Theorie und Praxis kennengelernt, sondern auch die Industrie- und die Finanzseite.

Warum hast Du Dich für das Studium entschieden und wie bist Du zur ING gekommen?

Ich habe während der Sommerferien mal einen Ferienjob als Produktionshelfer gemacht, danach war klar, dass ich auf jeden Fall studieren möchte. Die ING hat mich mit ihrem Traineeprogramm überzeugt. Die Strategie speziell in Deutschland war mir vorher gar nicht so bewusst. Aber je mehr Stufen in dem Bewerbungsverfahren ich durchlaufen habe, desto stärker hat mich das interessiert und motiviert.

Mit welchen Maßnahmen und Programmen hat die Bank Dich bei Deiner Karriere unterstützt?

Als Trainee habe ich schon so eine Art Rundum-Sorglos-Paket erhalten. So konnte ich im In- und Ausland arbeiten und mich in unterschiedlichsten Seminaren fachlich weiterbilden und mich auch bei den Softskills weiterentwickeln. Das alles hat mir fachlich, aber auch in der Entwicklung meiner Persönlichkeit sehr geholfen. Ich finde, dass die ING ein Arbeitgeber ist, der flexibles, eigenverantwortliches Arbeiten fördert und unterstützt. Das jüngste Beispiel dafür ist die Vereinbarung mit dem Gesamtbetriebsrat, wonach mobiles Arbeiten für alle Mitarbeitenden künftig möglich ist – natürlich im Rahmen der betrieblichen, gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen. Überhaupt geht man hier sehr auf die individuellen Bedarfe ein. So gibt es in bestimmten Abteilungen die Option, persönliche Arbeitszeitmodelle zu wählen. Aber nicht nur das: Die ING ist die erste agile Bank Deutschlands überhaupt. Die Teams arbeiten interdisziplinär und haben deutlich mehr Eigenverantwortung und damit Gestaltungs­möglichkeiten. Was ich damit sagen will: Man sollte sich Arbeitgeber suchen, die einem viele Chancen zur persönlichen Entwicklung bieten und diese dann auch nutzen.

Gab es jemanden in der Bank, der Dich gefördert hat? Wenn ja, was hat diese Person für Dich getan?

Da gab es nicht nur eine bestimmte Person. Ich hatte bislang durchgängig Vorgesetzte mit hohen Erwartungen, die zugleich aber auch Einsatz und Engagement wertgeschätzt haben. Besonders motivierend war für mich zudem immer, dass mir viel Vertrauen entgegengebracht wurde. Für meine Entwicklung war das ein unschätzbarer Vorteil, denn dieses Vertrauen hat mich in die Lage versetzt, immer wieder frühzeitig neue Erfahrungen zu sammeln. Dazu möchte ich gerne ein Beispiel geben: Als Analyst im Sektor „Telecom, Media & Technology“ – kurz TMT, gab es zu Beginn über mir nur noch meine direkte Führungskraft in der Abteilung. Ich konnte bzw. musste daher direkt Aufgaben übernehmen, die in einem etablierten Team erfahrene Kollegen erledigen würden. Gleiches gilt für die Zeit als Junior nach dem Trainee-Programm. Denn auch hier konnte ich – nach einem internen Wechsel in den Lending Bereich – recht schnell mehr Verantwortung übernehmen, Erfahrungen sammeln und mich so zum Vice President weiterentwickeln.

Was ist Deine größte Herausforderung in Deiner aktuellen Position?

Meine tägliche Herausforderung, zugleich aber auch der größte Spaß ist die tägliche Arbeit mit den Juniors, um die jungen Kolleg*innen weiterzuentwickeln und sie auf ihrem Weg zu begleiten. Gerade die Diversität macht es hier spannend. Und ich kann auf diese Weise das zurückgeben, was mir selbst auf meinem eigenen Weg so sehr geholfen hat.

Hast Du einen Tipp oder Ratschlag für junge Studierende, die ihre Karriere noch vor sich haben?

Grundsätzlich gilt: Karriere ist, was man daraus macht. Erfolg stellt sich nicht automatisch von allein ein. Auch der beste Lebenslauf ist keine Erfolgsgarantie, wenn man nicht authentisch ist und nichts zu erzählen hat. Ganz wichtig ist es, im Beruf Tätigkeiten nachzugehen, die einem Spaß machen und für die man eine Passion hat. Dann steigen zumindest die Chancen deutlich, erfolgreich zu sein. Einen weiteren Aspekt möchte ich außerdem noch betonen: Auch eine gute Vorgesetzte bzw. ein guter Vorgesetzter ist hilfreich für die Entwicklung. Noch wichtiger allerdings sind die Menschen, mit denen man täglich arbeitet. Diese vermitteln im Idealfall wertvolles Wissen und haben mich daher stark geprägt. Ich kann daher nur empfehlen, sich im Vorfeld genau über das Team zu informieren und frühzeitig mit den künftigen Kolleginnen und Kollegen in Kontakt zu kommen – unabhängig davon, ob es um ein Praktikum oder eine feste Stelle geht.