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Wholesale Banking

Der Umbruch in der Automobilbranche ist offensichtlich und erfasst immer mehr Unternehmen. Die Herausforderungen sind dabei enorm: Allein die Umstellung auf Elektroautos setzt massive Investitionen in Forschung und Entwicklung voraus und erfordert eine Umstellung der gesamten Wertschöpfungskette – zusätzlich zu dem Aufbau einer neuen Infrastruktur, etwa in Form von Ladestationen. Ohne externes Kapital wird die Branche diesen Wandel nicht stemmen können. Banken können als Geldgeber hier eine bedeutende Rolle bei der Transformation spielen. Doch was bedeutet dies für die Nachhaltigkeitsstrategien der Banken? Wie können sie ihre Kreditbücher in Einklang mit den Klima-Zielen bringen und dabei gleichzeitig die Industrie bei einer Transformation zu mehr Nachhaltigkeit unterstützen?

Dieser Frage geht die Net-Zero Banking Alliance (NZBA) nach. In einem neuerschienenen Bericht wurde von Mitgliedern der NZBA unter Leitung der ING und Barclays, ein umfassender Leitfaden für Banken entwickelt, die ihre Finanzierungspraktiken im Automobilsektor mit den Net-Zero-Emissionszielen in Einklang bringen wollen. Die sektorspezifische Analyse skizziert die Entscheidungen und Überlegungen, die Banken bei der Festlegung von klimabezogenen Zielen treffen müssen, und bietet Einblicke in Praktiken, vorherrschende Trends und allgemeine Herausforderungen bei der Festlegung von Emissionszielen für die Finanzierung der Automobilindustrie. Das übergeordnete Ziel ist es, Banken bei der Überprüfung ihrer aktuellen Praktiken und bei der Formulierung oder Justierung ihrer Ziele zu unterstützen. Dabei beschränkt sich der Report zum einen auf die Dekarbonisierung und zum anderen auf die Automobilhersteller, da die von den ihnen getroffenen Entscheidungen zum Fahrzeugdesign einen bedeutenden Einfluss auf die Lebenszyklusemissionen eines Fahrzeugs haben.

Verschiedene Ansätze bei Zieldefinition

Im Bericht wird deutlich, dass Banken bei der Festlegung von Emissionszielen im Automobilsektor eine Reihe von unterschiedlichen Ansätzen verfolgen. Dies liegt auch daran, dass sie oftmals mit Datenproblemen zu kämpfen haben: So gibt es etwa signifikante Diskrepanzen in der Art und Weise, wie Fahrzeughersteller ihre Emissionen berichten, insbesondere in Bezug auf Scope 1-, 2- und 3-Emissionen, welche die Banken bei ihrer Analyse berücksichtigen müssen. Die Beseitigung dieser Unstimmigkeiten ist eine Grundvoraussetzung, um sinnvolle Ziele definieren zu können. Künftig einheitlichere Berichterstattungspraktiken werden diesen Schritt erleichtern.

Dies ist vor allem wichtig, da die Zielsetzungen der verschiedenen Finanzinstitute sich bisher deutlich unterscheiden. So zeigt sich in der Analyse, dass Banken eine große Bandbreite an individuellen Ansätzen und Kriterien einsetzen, welche die Vielfalt der Net-Zero-Ziele widerspiegeln. Während beispielsweise einige Institute Daten zur Messung von Emissionen auf Basis der Endkunden nutzen, fokussieren andere sich auf die nachgelagerte Wertschöpfungskette. Diese Diversität zeigt auch, wie wichtig es ist, regionale Unterschiede, Datenbeschränkungen und sich neu entwickelnde Ansätze für die Zielsetzung im Automobilsektor zu berücksichtigen.

Denn die Gestaltungsmöglichkeiten für die Banken sind zahlreich: So müssen sie sich beispielsweise für das passende Finanzprodukt wie beispielsweise Firmenkredite, oder Flottenkredite sowie direkte Fahrzeugkredite entscheiden, unterschiedliche Fahrzeugtypen und Bereiche der Wertschöpfungskette berücksichtigen, Stakeholder integrieren und die Verfügbarkeit von Daten oder Treibhausgasemissionen und weitere ökologische Kriterien in ihre Entscheidungen miteinbeziehen.

Transformation bedeutet Kollaboration

Letztendlich sind Banken auch auf externe Unterstützung angewiesen, so die Autoren des Reports. So müssen etwa die Automobilindustrie und der Gesetzgeber für eine bessere Verfügbarkeit von Daten sorgen.

Die Bemühungen im Automobilsektor haben einen erheblichen Einfluss auf die globalen Treibhausgasemissionen. Die Transformation der Branche ist daher unerlässlich. Dies erfordert jedoch ein koordiniertes Vorgehen aller Akteure in der Wertschöpfungskette der Automobilindustrie sowie des Finanzsektors und der politischen Entscheidungsträger.

Hier finden Sie den kompletten Bericht.

Die Gesellschaft ist auf dem Weg zu einer CO2 neutralen Wirtschaft. Das gilt auch für unsere Kund*innen und für die ING. Wir finanzieren jede Menge nachhaltiger Aktivitäten aber die nicht nachhaltigen überwiegen noch. Unseren Fortschritt sehen Sie auf ing.com/climate.