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Wholesale Banking

Herstellen, Verkaufen, Wegwerfen – so funktioniert die Logik der europäischen Wirtschaft bisher. Dieses Modell wird künftig aber nicht mehr tragbar sein. Der neue Dreiklang muss heißen: Reduzieren, Nutzen, Recyceln. „Kreislaufwirtschaft ist kein Nice-to-have mehr, sondern ein Must-have“, sagt Stefanie Flora, Director Network Sector Coverage Germany. Dabei gibt es unzählige Möglichkeiten, Teil einer Kreislaufwirtschaft zu werden. Ob durch Mitfahrgelegenheiten oder Carsharing-Apps, recycelte Mode oder biologisch abbaubare Produkte.

Die Kreislaufwirtschaft ist ein Produktions- und Verbrauchssystem, das auf wiederverwendbarem und nachhaltigem Design basiert. Sie zielt darauf ab, Abfälle aus dem derzeitigen linearen Produktionssystem zu eliminieren und stattdessen regenerative oder wiederverwendbare Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln.  Ein anschauliches Beispiel dafür ist das klassische Pfandrücknahmesystem, bei dem Verbrauchern ein finanzieller Anreiz gesetzt wird, ihre Getränkebehälter wieder in den Kreislauf zum Recyceln zurückzugeben. Dadurch wird die Abhängigkeit von der Gewinnung fossiler Brennstoffe zur Herstellung neuer Behälter verringert - und auch die für diesen Prozess erforderliche Energie wird eingespart.

Sustainable Finance hilft bei der Transformation

Auf dem Weg hin zur Transformation in die Kreislaufwirtschaft sind häufig hohe Anfangsinvestitionen notwendig. Zu diesen kommt es beispielsweise, wenn neue Produktionsverfahren eingeführt werden sollen, um den Ressourcenverbrauch zu senken. Für die Finanzierung solcher Vorhaben können Finanzchefs auf den wachsenden Markt nachhaltiger Finanzprodukte setzen. Inzwischen können Unternehmen die benötigten Finanzprodukte an ihre Nachhaltigkeitsperformance koppeln, wie z.B. Investitionskrediten, Schuldscheinen oder auch Bonds oder Working Capital Solutions.

„Produkt als Dienstleistung“ - eines der leistungsfähigsten Geschäftsmodelle der Kreislaufwirtschaft

Ein besonderes Geschäftsmodell der Kreislaufwirtschaft ist das sogenannte „Produkt als Dienstleistung“-Modell. Dabei zahlt der Kunde nur für die Nutzung eines Produktes, ohne es zu erwerben. Ein bekanntes Beispiel dafür sind Mobilitätsangebote wie Fahrräder oder E-Roller, aber auch Werkzeug oder andere Haushaltsgeräte lassen sich mittlerweile leihen. Was für den Verbraucher praktisch klingt, ist gerade für etablierte Unternehmen eine Herausforderung. Bei nutzungsbasierten Geschäftsmodellen bleiben Autos, Maschinen oder jegliche andere Ware auf der Bilanz der produzierenden Unternehmen. Das verändert grundsätzlich die Konzernsteuerung; Verlängerung der Bilanz, Veränderung des Cashflows, neue Risiken bis hin zu völlig neuen Abrechnungsverfahren. Schließlich zahlt der Kunde nur für die Leistung. Hier kommen die Banken ins Spiel: „Wir unterstützen unsere Kunden bei der Transformation zu „Produkt als Dienstleistung“-Modellen, erklärt Relationship-Bankerin Flora.

Veränderung der Lieferketten

Nicht nur das Geschäftsmodell, auch die Lieferketten stellen Unternehmen, die auf ein zirkuläres Modell umstellen wollen, vor Herausforderungen. Um die Kreisläufe innerhalb der Lieferketten zu schließen, benötigt es eine erfolgreiche Reverse-Logistik-Strategie. Letztere ermöglicht die Rückführung von Produkten am Ende ihres Lebenszyklus.

Da eine Organisation in der Supply Chain allein nicht in der Lage ist, den gesamten Kreislauf zu schließen, sind Koordination und Kooperation innerhalb der Lieferkette in zirkulären Geschäftsmodellen besonders wichtig. Es gilt festzulegen, welche Standards für Material und Transporte erforderlich sind. Die vertragliche Interaktion der beteiligten Supply Chain Partner bildet dabei einen wichtigen Baustein. Recyclingunternehmen leisten als Produzenten von Rohstoffen einen wesentlichen Beitrag zur Umstellung auf zirkuläre Lieferketten.

Supply Chain-Technologien unterstützen die Umsetzung einer Circular Supply Chain-Strategie zusätzlich. Intelligente Supply Chain-Systeme ermöglichen eine End-to-end-Transparenz sowie die Rückverfolgbarkeit in der Lieferkette. Als letzten Schritt passen die Firmen ihre Working-Capital-Finanzierung an.

Banken und Unternehmen gemeinsam für die Circular Economy

Die Kreislaufwirtschaft leistet einen enorm wichtigen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit und dient dem Klimaschutz. Für Unternehmen kann sich die Umstellung auf ein Modell der Kreislaufwirtschaft durchaus lohnen. Neben einem starken Engagement für einen bewussten Umgang mit Ressourcen und mehr Umweltschutz, investiert das Unternehmen gleichzeitig in ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell. Da die Umstellung aber auch einige Herausforderungen bereithält, können Banken an unterschiedlichen Stellen im Prozess ihre Kunden dabei unterstützen, nachhaltiger zu wirtschaften.

Lesen Sie mehr zu unseren nachhaltigen Finanzprodukten und wie wir uns mit unseren Kunden zusammen für mehr Nachhaltigkeit einsetzen.

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